Funday , Urlaub und Kuhschlachtung

Halli hallo

Bevor es für mich mit meinen Schwestern in die Ferien ging, veranstalteten wir vier zum zweiten mal ein „Funday“ an der Coffe Bay JSS. Diesmal waren im Programm Torwandschießen, Parcourlauf, Armbänder flechten und das berühmte „Wasserpong“. Die ganze Schule war dabei und jeder bekam zum Abschluss ein kleines Lunchpaket mit Chips, Frucht und Saft.

Zur gleichen Zeit hatte mein Projektpartner Noah Besuch von seiner Familie, die uns bei dem „Funday“ tatkräftig als Helfer unterstützten.

Mit Elias plante ich am ersten Wochenende in den Ferien eine Mountainbike-Tour nach Mdumbi, einem wunderschönen ruhigen Ort an der Wildcoast. Leider musste diese nach zwei Kilometern unterbrochen werden, da die komplette Gangschaltung des einen Mountainbikes auseinander brach. Am Ende wurde daraus ein „Cardrive“ und ein entspannter Tag in Mdumbi am Strand.

Am Montag morgen fuhr ich dann mit einem Minitaxi nach East London, um am Dienstag morgen meine Schwestern am Flughafen von East London begrüßen zu können. Die Freude war groß, als ich sie nach 7 Monaten wieder in meine Arme schließen konnte. Wir 3 verbrachten 2 Nächte in Chintsa und fuhren dann in den Tsitsikama National Park. Dort machten wir den Bloukrans Bungy Jump, den höchsten Sprung der Welt.

…die 5 Sekunden freier fall haben sich gelohnt!

IMG-20160325-WA0022

Dann ging es mit einem kurzen Halt in Plettenbergbay weiter nach Knysna. Dort machten wir bei traumhaftem Wetter einen 60 minütigen Beachwalk am „Buffalo Beach“ und eine Kanutour bei Sonnenuntergang auf der „Knysna lagune“.

Der nächste Halt war schon Kapstadt. Dort besuchten wir eine Freundin der Familie und verbrachten die Ostertage mit ihnen. An Karfreitag schauten wir uns ein Konzert vom Kapstadtchor an. Am nächsten Morgen machten wir eine Wanderung, bei der wir durch 200 Meter lange Sandsteinhöhlen krochen ( Cliff Caving) mit anschließendem Fish and Chips in Kalks Bay. Dort sahen wir Seerobben aus 1 Meter Entfernung. Am Nachmittag besuchten wir den Kirstenboschgarten in dem wir viel von der Vegetation des Caplandes erfuhren. Den zweiten Tag wanderten wir auf den Lionshead und hatten Lunch am Strand von Campsbay. Am letzten Tag fuhren wir nach Simonstown zum Pinguinstrand und dann über den Chapmanspeak-Drive zurück in die Innenstadt von Kapstadt.

IMG-20160402-WA0013

Der Greenmarket Sqaure, ein Abend auf der Longstreet und der Besuch eines Jazzfestivals durfte in Kapstadt nicht fehlen.

Nach 4 Tagen in Kapstadt ging es mit dem Flugzeug zurück nach East London und dann weiter nach Coffee Bay. Dort genossen meine Schwestern noch einmal das gute Wetter, wir gingen surfen und Klippenspringen. An einem Tag machten wir eine 16km lange Tageswanderung zum „Whole in the Wall“.

Dann hieß es schon wieder Abschied nehmen..

IMG-20160402-WA0011

Die ersten zwei Wochen in der Schule waren noch kein richtiger Alltag. Jeden Freitag fanden „Sportsdays“ im Fußball, Netball und Softball statt, für die Noah und Ich mit den Schülern trainierten.

Für das Projekt „Ladies Soccer“ planen wir gerade ein großes Fußballturnier in East London. Als Überraschung ließen Noah und Ich T-Shirts beim „Afritude-Printshop“ in Coffee Bay bedrucken, die wir den Mädels dann vor dem Turnier geben werden.

Das Schwimmprojekt neigt sich langsam dem Ende zu, da das Wasser und das Wetter langsam etwas kühler werden. Als Abschiedsstunde ging ich mit den Kindern Klippenspringen und machte ein Paar Wettrennen. Mal sehen, wie oft wir noch mit den Kids ins Wasser können.

IMG-20160420-WA0000

Für die Wintermonate habe ich jetzt ein kleines Hockeyteam mit den Mädchen aus Grade $ gegründet. Denen macht es bis jetzt richtig Spaß und vielleicht werde ich auch den Jungs ein wenig das Hockey spielen beibringen.

Am Wochenende waren wir auf einer Kuhschlachtung eingeladen, auf der wir das beste Rindfleisch aller Zeiten aßen. So eine Zeremonie wird hauptsächlich bei Hochzeiten, Beerdigungen oder anderen besonderen Anlässen durchgeführt. Am Abend vor der Feier oder am frühen Morgen machen sich die Männer auf die Suche nach einer ihrer Kühe. Früh am Morgen wird die Kuh dann mit einem Messerschlag durch die Kehle getötet. Gleich danach machen sich die Männer an die Arbeit die Kuh zu häuten und sie nach und nach auseinander zu nehmen. Das erste Fleisch wird dann von den Frauen zerkleinert, gesalzen und ins Feuer gelegt. Die restlichen Teile der Kuh werden später alle in riesigen Gusstöpfen über dem Feuer gekocht. Zum Fleisch gibt es das selbstgebraute Xhosa Bier (umqombothi ). Das Fleisch der Kuh muss bis zum Tagesende aufgegessen sein. Alle Leute aus dem Village sitzen dann zusammen , essen das Rindfleisch, trinken Bier und unterhalten sich. Die Männer und Frauen sitzen meist in geschlechtlich getrennte Gruppen.

IMG-20160420-WA0005IMG-20160420-WA0006IMG-20160420-WA0014IMG-20160420-WA0015

Gerade waren wir auf Michas Geburtstag in East London. Dort waren wir auf einem Konzert von Emtee einem bekannter Hip-Hop-Künstler. Aus einem Wochenende in der Stadt wurden 4 Tage, weil unser Auto noch in die Reparatur musste. So hatten wir Zeit, in die Projekte der anderen Freiwilligen rein zu schauen. Es war sehr interessant zu sehen, wie es ist ohne Sprachbarriere Volleyballunterricht zu geben und wie unterschiedlich so eine Sportstunde noch ablaufen kann.

Schon bald werden wir alle Freiwilligen noch einmal auf dem Abschlussseminar bin Hogsback wieder sehen und da wird einem langsam bewusst, wie wenig Zeit hier in Südafrika noch bleibt. Die letzten 2,5 Monate werde ich auf jeden Fall noch genießen..

Liebe Grüße Bella

 

Advertisements

Mapuzi River und „Umliloball“

Nach den Ferien starteten Lea und Ich das Schwimmprojekt im Mapuzi River. In den Klassen 4 bis 7 verteilten Noah und Ich Zettel, um die Erlaubnis der Eltern für die Kinder zu bekommen. Als wir diese zurück hatten starteten wir jeden Dienstag und Donnerstag mit den Schwimmstunden im „Mapuzi River“, einem Fluss 15 Minuten „Gravel Road“ enfernt.

Die Schwimmstunden laufen meist so ab, dass wir mit ca. 15 Kindern ein Warmup im flachen Wasser machen, dann je nach Leistungsstand Schwimmtechniken oder einzelne Schwimmkomponente daraus üben und zum Schluss noch ein kleines Abschlussspiel machen. Die Gruppen bestehen hauptsächlich aus Mädchen, da viele Jungs sich das Schwimmen schon selber beigebracht haben und lieber von den Klippen springen.

Das Projekt mit Lea macht auf jeden Fall sehr viel Spaß und ist eine schöne Abwechslung zu den normalen Sportstunden und dem Fußballtraining.

Außerdem fanden gleich nach den Ferien die „Athleticdays“ statt, bei denen jeden Freitag verschiedene Schulen gegeneinander antraten. Zuerst alle Schule aus der Region Coffee Bay, dann die besten Athleten aus der Region Coffee Bay gegen eine andere Einzugsregion, bis die ganze Provinz Eastern Cape und dann Athleten aus ganz Südafrika gegeneinander angetreten sind. Teilnehmen durften alle Schüler zwischen 10 und 18 Jahren.

Einige Schüler von uns schafften es dieses Jahr sogar bis zur Einzugsregion Mthatha, also 4 Runden weiter.

20160129_11152320160129_114129

Ansonsten veranstalteten wir an der Coffee Bay Junior Secondary School ein kleines Turnier für Klasse 4. Dazu luden wir die Schule aus Bulungula und die Mount Packard ein, um im Fußball, Netball und „Umliloball“ ,also Brennball, gegeneinander anzutreten. Leider mussten wir kurz vor der Brennballsession wegen eines Gewitters abbrechen. Trotz Allem hatten die Kinder ihren Spaß und die Stimmung auf dem Sportfeld war nicht zu toppen.

IMG-20160303-WA0018

Die nächsten Wochen versuche ich mich dem Hockey zu widmen und den Kindern trotz dem unebenen Sportfeld, im Unterricht die Basics beizubringen. Vielleicht schaffe ich ja sogar ein kleines Team zu gründen.

Geburtstag und Besuch meiner Eltern

Nach unserem ein monatigen Roadtrip war es schön die Freunde und Leute aus Coffee Bay wieder zu sehen. An meinem Geburtstag veranstalteten wir ein Braai und machten uns einen entspannten Abend mit ein Paar Freunden.

Am nächsten Tag besuchten mich meine Eltern hier in Coffee Bay. Ich zeigte ihnen meine Projekte und wir machten die berühmte „Wild Coast-Wanderung“ von Cofee Bay zum Whole in the wall und wieder zurück. Dabei erfühlten meine Eltern einmal das komplette Wildcoastwetter. Erst Sonnenschein und schwüle Luft auf dem Hinweg und dann Gewitter auf dem Weg zurück. Zwischendurch mussten wir aufgrund des Regens einen hüfthohen Fluss überqueren, bei dem wir alle komplett nass wurden.

Danach fuhren wir weiter nach Chintsa wo wir weitere 2 Tage verbrachten. Der endlose Strand dort eignete sich hervorragend für einen morgendlichen Strandlauf. Danach hieß es auch schon wieder „Good Bye“ und meine Eltern verbrachten noch eine schöne Woche bei Freunden in Kapstadt. Auch wenn es nur für eine kurze Zeit war, genoss ich das Wiedersehen mit meinen Eltern sehr.

IMG-20160207-WA0003

Ich verbrachte noch eine stimmungsvolle Nacht in Berlin und fuhr dann am nächsten Morgen mit Noah und Lea, die in Jeffreys Bay neue Surfboards gekauft hatten, wieder zurück nach Hause.

Die Woche darauf probierten wir uns mit Erfolg auf den neuen Surfboards und gingen am Wochenende auf die 16. Jubiläumsparty vom Coffee Shack, der Backpacker in Coffee Bay.

Ferienprogramm, Turnier und Roadtrip

Nach meinem letzten Blogeintrag ist einige Zeit vergangen, da ich kein WLAN oder nicht die Zeit dazu gefunden hatte einen Eintrag zu posten. Endlich komme ich mal dazu euch ein Update von den bisherigen Ereignissen zu geben.

Schule:
Nach der „Grade R-Graduation“, bei dem die jüngste Klasse für ihr erstes Schuljahr beglückwunscht wurde, und dem Beauty Contest, bei dem Miss und Mister Coffee Bay gewählt wurden, ging es für die Schüler langsam in die Ferien.
Kurz vorher veranstallteten wir 4 an der Coffee Bay JSS ein Ferienprogramm, welches einen Vormittag lang andauerte. Dieses umfasste 4 Stationen darunter Kartoffellauf, Volleyball, Armbänder zum selber machen und ein Hockeyparcour.
Jeder Station wurde eine Nummer zugeteilt, die die Schüler nach Bearbeitung auf ihren Arm geschrieben bekamen.
Zum Abschluss gab es für jeden der alle 4 Stationen absolviert hatte ein Lunchpacket mit Saft, Riegel und Obst.
Sogar einige Lehrer von unserer Schule versuchten sich an den Stationen. Es war ein sehr heißer aber auch spaßiger Tag.

Ein Paar Tage später fuhren wir nach East London auf das lang ersehnte Fußballturnier mit den sportbegeisterten Mädels aus Grade 6 und 7.
Am Morgen machten wir uns auf den Weg ins „Shugar schack“, einer Unterkunft in East London, wo die Mädels sich erst mal austoben konnte. Abends ging es dann als  Highlight für die Mädels Burger essen.
Am nächsten Tag erkundigten wir East London und besichtigten ein Aquarium mit Seehunden, Pinguinen und vielen Fischen.
Am Abend machten wir für die Mädels Hotdogs. Nach dem Essen waren jedoch die sauren Gurken auf fast jedem Teller über, weil die Schüler diese nie zuvor gesehen hatten.
Am nächsten morgen ging es endlich los mit dem Fußballturnier an der AW Barnes, einer Schule in East London. Es traten 4 Teams gegeneinander an, darunter zwei aus Berlin einem kleinen Dorf in der Nähe von East London, eins aus East London und unser Team aus Coffee Bay. In der Vorrunde musste unser Team im ersten Spiel eine Niederlage einstecken, raufte sich dann aber zusammen und wurde immer stärker. Aus einzelnen Spielern wurde immer mehr ein Team, das sich gegenseitig unterstützte.
Aufgrund der verbesserten Leistung des Teams konnten  noch einzelne Spiele gewonnen werden, wodurch das Finale erreicht wurde.
Mit einer Manndeckung und dem unglaublichem Teamgeist hatten wir das gegnerische Team unter Kontrolle  und schafften es bis ins Elfmeterschießen. Neben den Schützen zeigte vorallem unsere Torwärtin herausragende Leistung und das Team gewann.  Am Ende fuhren wir glücklich mit einem Pokal und einer Schokotorte nach Hause.
Kurz vor den Ferien hatten wir unser zweites Seminar, auf dem wir Julia Colter, einer vorgesetzten vom ASC Göttingen, unsere Projekte vorstellten und Lars König, den Abgesandten vom ASC, verabschiedeten.

P1070953

Roadtrip:
Auf unserem Roadtrip fuhren wir, Coffee-Berlin-Volunteers, zuerst Richtung Nordosten und besichtigten Durban. Dort waren wir in einer riesigen Mall und beim Victoria Street Market, einem indischen Gewürz und Fischmarkt.

P1080004

Ein Freund und ich fuhren dann in die nördlichen Drakensberge, wo wir in einem Backpackers zelteten und die atemberaubende Aussicht genossen. Wir trafen dort auch eine andere Reisegruppe ASC Freiwilliger und verbrachten viel Zeit mit ihnen. Wir wanderten zum Amphitheater, ein wunderschöner Platz, um die Drakensberge von oben zu sehen und gingen Paintball spielen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zu zweit fuhren wir dann mit einem Mietwagen nach Coffee Bay zum surfen.

Weihnachten verbrachten wir dann mit 19 anderen Freiwilligen in Bulungula, einem kleinen Dorf an der Wildcoast. Nach einem Essen in der Lodge und einer kleinen Bescherung, ließen wir den Abend bei einem Lagerfeuer und Weihnachtsliedern am Strand ausklingen.
Es war ungewohnt, das Weihnachten ohne Festbraten und Familie zu verbringen.
Den nächsten Tag machten wir eine Kajaktour auf einem Fluss in der Nähe und besuchten dann das nette Pfannkuchenhaus auf dem Weg.
Danach ging es auch schon weiter zur Sunshine Coast. Nach einem Zwischenstopp in der Einsatzstelle Berlin, in der Nähe von East London, ging es Richtung Plettenberg Bay. Dort gingen wir ins Monkeyland, wo man alle möglichen Affenarten anschauen konnte, waren auf einem kleinen afrikanischen Markt und verbrachten den Rest des Tages am Strand.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Am nächsten Tag ging es dann weiter zum südlichsten Punkt Afrikas -Cap Alghuas-, wo Indischer Ozean und Atlantik aufeinander treffen.
Dort machten wir ein Buffet zu Janas 19 . Geburtstag. Den Tag darauf besichtigten wir eine Grotte, waren im türkisblauem Meer schwimmen und fuhren am Abend zum geografisch südlichsten Punkt im Alghuas Nationalpark um den Sonnenuntergang zu beobachten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der nächste Halt war in Cape Town. Dort verbrachten wir 3 Nächte in einem Backpackers an der Long Street, direkt in der Innenstadt. Neben spaßigen Nächten in den südafrikanischen Clubs, wanderten wir auf den Tafelberg und begrüßten das neue Jahr mit Neujahrsbaden und einem Feuerwerk am Strand von Cape Town. Einen Abend besuchten wir anlässlich Janas Geburtstages ein Musical und schauten uns das Observatory, ein sehr künstlerisch geprägtes Wohnviertel Kapstadts an. Auf dem Rückweg ging es noch in den Table Mountain Nationalpark zum Kap der guten Hoffnung.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

DSC01038

P1090082

In Robertson hatten wir 11 ein Haus für uns in dem wir ein bisschen Ruhe nach dem Stadtleben in Cape Town hatten. Wir verkosteten Wein auf unterschiedlichen Weinfarmen und machten Abends einen leckeren Braai (Barbecue).
Wer sich also für Weine interessieren sollte, den kann man Südafrikas Weinregion nur emfehlen.
Auf dem Rückweg machten wir einen Zwischenstopp im Tsitsikamma Nationalpark und fuhren dann weiter nach Jeffreys Bay. Dort angekommen ging es erst mal in die Outlets zum shoppen.
Zum Abschied gingen wir gemeinsam mit den anderen Freiwilligen beim Italiener essen.
In Port Elisabeth konnten wir bei den Freiwilligen unterkommen. Wir besuchten den Summerstrand und den Broadwalk, ein kleines Shoppingcenter mit Casino das Disneyland ein wenig ähnelt.
In East London bekamen wir Coffeebayler den alten Bakkie von Lars, dem Abgesandten, der nun zurück in Belgien ist.
Mit diesem und gemeinsam mit den Bulungula Jungs beendeten wir unseren einmonatigen Roadtrip.

Long Time ago…

Dieser Beitrag ist von den Monaten September bis November. Leider kam ich noch nicht dazu diesen zu posten.

DSC00447
Blick auf Coffee Bay
DSC00650
Mapuzi Cliffs

Wir vier, Lea, Noah, Elias und Ich wanderten mit Zouku, einem einheimischen Freund von uns, zu den Mapuzi-Cliffs, einer wunderschönen Flussmündung, mit Steinfelsen von denen man ins Wasser springen kann. Auf dem Weg sahen wir 6 Delphine und Zouku erzählte uns viel interessantes aus der Xhosa-Kultur.

Die Wände der Häuser werden beispielsweise aus Lehmsteinen, die aus feuchten Rasenflächen gestampft werden, und aus Kuhmist gebaut. Der Boden besteht aus einem Mix aus diesen beiden Nauturprodukten. Das Dach wird durch ein Holzgerüst gestützt, welches mit Strohballen bedeckt wird. Fast alle Xhosa-Familien leben in der ehemaligen Transkei von Subsistenzwirtschaft. Sie haben riesige Gärten in denen Bananen, Papaya, Spinat, Kürbis, Bohnen und Mais angebaut wird. Dazu besitzen sie je nach Wohlstand Tiere wie Hühner, Ziegen, Schafe und Kühe.

In der nächsten Schulwoche hatten wir ein Meeting mit Madiba, dem „Life Orientation“- Lehrer. Da er unzufrieden mit der Stundenverteilung war, vereinbarten wir einen neuen Stundenplan mit ihm. Jetzt haben wir jede Klasse von Grade 4-7 nur noch einmal die Woche. Dafür konnten wir unseren Principal dazu überreden auch die jüngeren Klassen zu unterrichten. Wir haben die kleinen von Grade R-3 jeweils 2-3 mal die Woche. Es ist auch eine schöne Erfahrung sich mit den kleinen zu beschäftigen, da diese fast kein Englisch sprechen, sehr offen und kontaktfreudig sind. Vor allem haben Noah und Ich nun ein bisschen mehr Abwechslung was die Spielauswahl betrifft..

Unser Volleyballprojekt geht gerade leider nicht so voran, da wir einen neuen Wochentag bzw eine andere Altersklasse auswählen müssen.

Wir hatten für unser erstes Training ein Poster gestaltet, dass wir dann in den Klassen 5 und 6 auf gehangen hatten. An dem geplanten Dienstag standen dann aber leider nur 2 Jungs auf dem Platz. Später erfuhren wir von Fezile, ein guter Freund der uns immer mal wieder beim „Ladies Soccer“ unterstützt, dass er zu diesem Zeitpunkt die Jungs im Fußball trainieren würde.

Die nächste Woche waren wir auf unserem ersten Seminar im „Areena Riverside Resort“ in der Nähe von East London, weshalb der Unterricht erst mal weg viel. Dort sprachen wir über unsere Erfahrungen, „Goals“, „Challenges“ und „Achievements“. Zudem hatten wir die Möglichkeit mit unserem Mentor Brett, persönlich zu reden und ihm von unseren Sorgen und Ängsten zu erzählen, aber auch innerhalb unserer WG über Anliegen mit ihm zu reden. Obwohl es die drei Tage nur regnete, machten wir eine Kanutour auf dem Fluss direkt vor Ort und machten eine kleine Wanderung auf der wir Giraffen von ganz nahem beobachten und streicheln konnten.

Nach dem Seminar verbrachte ich noch 4 Tage in Berlin und dann ging es mit Tarek zurück nach Coffee Bay. Dort gingen wir erst mal zwei Tage lang surfen und dann auf eine 12 km lange Wanderung zum „Whole in the Wall“ und von dort aus in ein kleines Village namens Lubanzi. Auf der Wanderung sahen wir atemberaubende Natur und auch Wale konnten wir von den großen Hügellandschaften beobachten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Spot auf der Wanderung

Nach 3 Stunden erreichten wir „Whole in the Wall“. Von dort aus trafen wir einen Reiseführer, der uns für eine zweistündige Wanderung nach Lubanzi brachte. Er informierte uns über einige Pflanzen und zeigte uns außerdem sein zu Hause.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Whole in the Wall

 

In Lubanzi, einem kleinen ruhrigen Backpackers angekommen, gab es erst mal eine heiße Dusche und ein leckeres Abendessen. Wir trafen nette Leute und verbrachten den Abend auf einer Dachteerasse mit Kartenspielen und netten Gesprächen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Lubanzi Backpacker

Am nächsten morgen ging es dann gegen frühen Mittag mit zwei Amerikanern zurück nach Coffee Bay. Am Sonntag gingen wir bei riesengroßen Wellen surfen und ließen den Abend am Meer beim Angeln ausklingen.

Am Montag fing dann auch schon die Schule wieder an und schon gleich am Samstag veranstalteten wir ein Athletiktraining mit unserem Fußballteam am Strand. Es sind zwar nur 5 Mädels erschienen, trotzdem hatten wir unseren Spaß.

IMG_1774

Den folgenden Donnerstag durften wir uns als Jurymitglied beim „beauty contest“ unserer Schule amüsieren. Das war ein Spaß.

IMG_0233IMG_0321IMG_0365

Sonntag gingen wir mit den Kindern aus dem Kinderhiem zum ersten mal schwimmen. Leider war das Wasser etwas zu kalt und schon bald mussten die kleinen Kids schon wieder nach Hause.

Wir 4 wollen in Zukunft öfter mal mit den Kindern schwimmen gehen und auch in der Schule damit beginnen.

Ansonsten geht das Schuljahr langsam zu Ende..es gab eine „Fare Well“ Party, bei der die jüngsten also Grade R und die Klassenbesten geehrt wurden. Am Ende wurde gemeinsam gegessen, getrunken und getanzt.

 

 

Man wird warm…

Jetzt haben wir schon vier Wochen Sportunterricht in den älteren Klassen von Grade 4 bis 7 hinter uns. Die Kinder sind im Schnitt zwischen 10 und 15 Jahre alt.

Nach ein Paar Schwierigkeiten in den ersten Stunden, wussten wir, wie wir mit den ersten Worten Xhosa, die Aufmerksamkeit der Kinder erlangen konnten. Teilweise hatten wir Klassen mit über 40 Kindern, was die Aufgabe als Lehrer nicht sehr erleichterte.

Wir nutzen die erste Woche um ein Paar Spiele zu testen und die Kinder, deren sportliches Niveau und Spielverständnis besser einschätzen zu können.

Bei einem Fangspiel zum Beispiel, was wir in Deutschland unter „Mickeymousefangen“ kennen, trafen wir auf erste Verständigungsprobleme. Sogar einige Kinder in den höheren Klassen haben Schwierigkeiten Englisch zu verstehen, da sie sich im Alltag auf Xhosa verständigen.

Sehr beliebt waren hingegen Spiele wie „Fireball“, also „Brennball“ und „Who´s scared of the lion?“, was so ähnlich wie „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ ist.

Im Laufe der Zeit hatten wir aber auch Erfolge mit ihnen unbekannten Spielen. Wir entwickelten ein „Warm up“ zum fit werden mit sehr vielfältigen Übungen und Spielen.

Die Kinder hier kommen häufig nach der Schule mit zu uns nach Hause, um im Garten Ball zu spielen oder bei uns zu malen.

IMG_0929

Am Anfang der zweiten Woche gestalteten wir ein DIN A4 Poster über Informationen für das Nachmittagsprojekt „Ladies Soccer“. Am Montag Nachmittag ging es dann auch schon los mit dem Training für Grade 6 und 7. Generell lief es sehr gut, aber wir können den Mädchen noch so einiges beibringen. Vor Allem dem jüngeren Team, was wir in Zukunft jeden Mittwoch Nachmittag trainieren werden, fehlt es teilweise an Spielverständnis. Denen werden wir die nächsten Stunden erst mal die einzelnen Positionen erklären. Technisch sind die Jüngeren den Älteren aber ein Stück voraus. Mal sehen, ob wir irgendwann ein Sportturnier mit einer anderen Schule veranstalten können. Noah und Ich lernen immer mehr Namen, wodurch man ein viel persönlicheres Verhältnis zu den Schülern entwickelt. Jede Trainingseinheit endet mit einem „chakalaka“- Motivationskreis und dem „Coffee Bay“- Ruf.

Beim ladies soccer
Beim ladies soccer mit Noah und Elias

Damit wir etwas mehr Struktur in den Alltag der Kinder bringen, schauen wir, dass wir zu allen „Life Skills“ und „Life Orientation“- Stunden gehen, da die Klassen dort meist ohne Lehrer sind. Entwickelt haben wir also einen eigenen Stundenplan. Zum Großteil geht dieser auf, manchmal kommt es aber auch vor, dass ein anderer Lehrer die Klasse unterrichten möchte. Wir schauen dann, welche Klasse zur Zeit kein Lehrer hat oder gehen wieder nach Hause. Wir würden auch gerne die jüngeren Klassen unterrichten und versuchen gerade mit unserem principal einen neuen Stundenplan dafür zu entwickeln..

Mädchen aus Grade 4 und 5
Mädchen aus Grade 4 und 5

Wir wollen die nächste Woche mit einem Volleyballprojekt beginnen. Sobald es wärmer wird, werden wir die Donnerstage dazu nutzen, den Kindern schwimmen beizubringen.

Auch im Kinderheim versuchen wir uns so gut wie möglich einzubringen. Entweder spielen wir mit den großen Kids Fußball, üben Handstand und Ratschlag, oder wir machen mit den kleinen Klatschspiele und lassen sie unsere Haare flechten.

Wir haben einen Stundenplan mit Vovo, einem Mitarbeiter vom Kinderheim, erstellt. Vielleicht werden wir bald unsere erste Akrobatik, Gesangs -oder Schwimmstunde im Kinderheim geben.

Die Leiter Elroy und Eureke freuen sich immer über unseren Besuch. Sie wollen das die Kinder Englisch lernen und wichtige Verhaltensweisen, wie Verantwortung und Normen erlernen. Sie haben uns schon so einiges über die Hintergründe der einzelnen Waisen erzählt und es ist erstaunlich wie manche Kinder trotz miserablen Erfahrungen, wieder lächeln können.

Neben dem Unterricht, dem Nachmittagsprojekten und dem Kinderheim hier in Coffee Bay, machen wir Sport, kümmern uns um unseren Garten, gehen an den Strand, lernen die Locals kennen, spielen Karten oder sind in den Backpackers unterwegs. So langsam lernen wir die Leute und sie uns besser kennen..

Coffee Bay Beach
Coffee Bay Beach

Kürzlich haben wir ein Anfängerboard von einem Local ausgeliehen bekommen, mit dem wir die nächsten Wochen fleißig Wellensurfen üben können.

Das vorletzte Wochenende haben wir einen Ausflug nach Berlin, ein kleines Dörfchen in der Nähe von East London, zu anderen Freiwilligen gemacht. In Berlin wird mein Freund sein Jahr verbringen.

Tarek und Ich
Tarek und Ich

Dieses Wochenende waren wir auf dem Boatrace Festival in Port Alfred. Es war sehr schön, mehr über die Projekte der anderen Freiwilligen zu erfahren..das eine oder andere Abenteuer liegt schon hinter uns und wir hatten viel Spaß.

Mal schauen, was noch kommt..

IMG_1058

BIs bald eure Bella

Molweni!

Jetzt bin ich schon seit 5 Tagen hier in Coffee Bay und langsam realisiere ich, dass es kein Urlaub, sondern ab jetzt für ein Jahr mein Zuhause sein wird.  Unfassbar!

IMG_0046Die letzten Tage, haben wir uns hier erst mal eingelebt, uns eingerichtet, neue Leute kennen gelernt, unseren Schulen besucht und das kleine Dörfchen erkundet.

IMG_0060

IMG_0745
Es gibt hier alles, was man zum leben braucht: Einen kleinen Supermarkt, einen Fischer, eine Surfschule, 3 Backpackers, ein Restaurant und einen wunderschönen Strand.

IMG_0051
In Coffee Bay angekommen, machen wir in einem Shop 20 Minuten mit dem Auto entfernt einen Großeinkauf.
Wir werden in den Schulen den Lehrern vorgestellt: Elias und Lea in der Mountpackard school, Noah und Ich an der junior secondary school in Coffee Bay.  Außerdem fahren wir zum childrens home, in dem wir 4  in dem kommenden Jahr auch die Möglichkeit haben werden zu arbeiten.

IMG_0047
Am nächsten morgen, werden Noah und Ich  noch einmal offiziell von den Lehrern und Schülern begrüßt. Am Nachmittag, dürfen wir bei den Vorbereitungen, für den anstehenden Sports day am nächsten Tag mit helfen.
Bei den Vorbereitungen hatten wir die Möglichkeit mit den Kindern aus Grade 0 „shozoloza“, ein einheimisches Lied zu singen und alle ein bisschen besser kennen zu lernen.

IMG_0061
Der Sports day am nächsten Tag verlief so, dass wir mit großen taxis nach Bavumele zu einer anderen Schule  90 Minuten von Coffee Bay entfernt fuhren. Die Schulen traten gegeneinander im Netball (Nationalsportart in SA ähnlich wie Basketball),  im Softball(ähnlich wie Baseball) und Soccer an.
Die Ergebnisse vielen sehr gemischt aus. Das Netball Team von Coffee Bay, war sehr stark. Jedoch mussten sich die C.B. Soccer Teams das eine Mal  geschlagen geben.

IMG_0089IMG_0076IMG_0087IMG_0091IMG_0113IMG_0119
Nachdem es für alle noch ein großes Mittagessen gab, fuhren wir alle sehr erschöpft nach Hause.

IMG_0123IMG_0126

Noah und Elias wurden heute morgen von den jetzt ehemaligen Freiwilligen aus Bulungula abgeholt , um nach East London zu fahren und ein Auto für uns zu besorgen. Lea und Ich werden in den nächsten Tagen, das Wochenende genießen und ein Paar Surfstunden nehmen.
Am Montag, fängt für uns vier erst richtig der Alltag an. Ich bin gespannt.

IMG_4047IMG_0815IMG_0131
Eure Bella

In drei Wochen ist es soweit..

Bald ist es soweit! Das zweite Vorbereitungsseminar liegt hinter uns und die Vorfreude steigt.

Auf dem Seminar haben wir viel über die afrikanische Kultur gelernt, aber auch manches über uns selbst und unser Projekt erfahren.

Sonntag Abend angekommen, machten wir uns erst mal einen gemütlichen Abend im Kaminzimmer. Mit ein bisschen Bier, Spielchen, super guter Laune und dem Sturm draußen, hatten wir genug Zeit uns noch besser kennen zu lernen. Auch die Freiwilligen die nach Namibia, Uganda, Sambia und Tansania gehen werden, waren mit dabei. Insgesamt waren wir also 60 Leute.  Am nächsten Morgen waren einige von uns schon eher auf, um sich in dem kleinen See direkt auf der Anlage zu erfrischen. Um 8 Uhr gab es Frühstück und eine Stunde später ging es auch schon los mit dem Programm.

Die Tage verliefen so, dass wir in kleine Grüpchen, (SA 1, SA2, NATASAUG) eingeteilt wurden, dann  von 9-12 Uhr, 13.30-15 Uhr und 16- 18 Uhr verschiedene Einheiten hatten. Dort haben wir uns mit vielen Interkulturellen Sachen beschäftigt, aber auch erschreckende Geschichten von Brett Armstrong  gehört. Lars König und Brett Armstrong werden in Südafrika die ersten Ansprechpartner für uns sein.

An den Abenden auf den Seminaren hatten wir genug Zeit, um Sport zu treiben, uns entspannt am See zu sonnen oder auch mit Musik am Lagerfeuer zu sitzten und zu grillen.

Ein Höhepunkt war für mich zum einen das Sportturnier, an dem unser Team „bucopo bay“ = Bulungula, Coffee Bay und Port Alfred, den ersten Platz belegte. Die Stimmung war super und wir Freiwilligen hatten richtig Spaß. Von Regelstunden, Selbstverteidigung bis zur Akrobatikstunde war auf dem Seminar alles dabei.

Akrobatik Stunde- SA1
Akrobatik Stunde- SA1

Jetzt heißt es noch, die letzten Impfungen machen, Sportgepäckt sammeln, sich von seinen Freunden verabschieden und den Koffer packen.

Zum Abschluss danke ich all meinen Spendern, die mich dabei unterstützen an dem Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst teilzunehmen. Vielen vielen Dank!

Eure Bella